OosterscheldeMuseum Yerseke
Seit dem Jahr 1870 haben Unternehmer in den Niederlanden mit der
künstlichen Austernzucht angefangen.
Die Oosterschelde bei Yerseke eignet sich dafür am besten. Am Dorfsrand von
Yerseke sind Austernbänke
gebaut worden: grosse steinerne Bassins, in denen die Austern aufbewahrt
werden.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wird Yerseke eine immer wichtigere Rolle in
der Muschelzucht und im
Muschelhandel spielen. Die maschinelle Muschelverarbeitung gewinnt an
Bedeutung. Die Krebsfischerei
findet ebenfalls von Yerseke aus statt. Anfangs benutzten die Fischer
original seeländische Segelboote
aus Holz, die man Hoogaarzen und Hengsten nennt. Heutzutage verfügen die
Fischer über moderne Schiffe,
die mit der Ortzbezeichnung YE versehen sind.

Für die Geschichte dieser besonderen Fischereiart besteht grosses Interesse.
Das Oosterschelde Museum Yerseke gibt den Besuchern einen historischen
Überblick. Das Museum
befindet sich in zwei Räumen der unteren Etage des ehemaligen Rathauses.
Das unter Denkmalschutz stehende Haus (gebaut 1914) bildet einen schönen
stimmungsvollen Rahmen
für die Museumssammlung.

Die übersichtliche Darstellung zeigt den Besuchern anhand originaler
Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge,
Fotos und Dokumente ein deutliches Bild der Entwicklungen, die in diesem
Wirtschaftszweig stattgefunden
haben. Man kann sich die Schiffsmodelle ansehen. Im Steuerhaus eines
Schiffes wird ein Film über die
Fischerei gedreht.
Auf der Wand des ehemaligen Rathauses (4x7 m) ist ein
Panoramagemälde vom Hafen aus dem Jahre 1913 zu sehen. Durch dieses Gemälde,
vom Impressionisten
W.F.A. Vaarzon Morel aus Veere, geht man zurück zum Hafen von Yerseke,
zurück ins Jahr 1913.

Auch die jüngere Vergangenheit wie die Aktivitäten die Burgerinitiative
"Oosterschelde Open", der Bau des
Sturmflutwehrs und neue Fischerei- und Umweltentwicklungen im Bereich des
Schal- Muscheltierfangs haben
im Museum einen Platz bekommen. Der zweite Ausstellungsraum bietet
Wechselausstellungen.